Mit vereinten Kräften wird der ohnehin schon oftmals in die Irre ge- oder verführte Olivenölkonsument einmal mehr verunsichert - diesmal vom Redaktionsteam der Kleinen Zeitung.
Nachfolgend die von einem italienischen Fachmann verfasste Reaktion auf dieses Elaborat - und Bezugsquellen für gesundes und wirklich einwandfreies Olio Extra Vergine in Österreich - allerdings gibt´s das nicht um 5 Euro/Liter...
Der angeführte Artikel kann hierals PDF geladen werden.
Der komplette Test aus Konsument kann hier geladen werden.
Nachfolgend die Reaktion darauf aus Italien: Von: Balduccio [mailto:] Gesendet: Donnerstag, 30. August 2007 21:42 An: Cc: Redaktion Merum Betreff: Re: Zeitungsartikel
buona sera anche a lei sig. .....!
mi vuole perdonare un piccolo sfogo?
Auch wenn solche Artikel dem Verkauf von Qualitätsöl helfen, muss ich mich jetzt trotzdem ärgern:
Es ist nicht zu vermeiden, dass diese dämlichen Tests ein zunehmend schlechtes Licht auf Extra Vergine im allgemeinen werfen. Was soll jetzt diese Hervorhebung der Schadstoffe im Olivenöl? Jeder Salatkopf ist giftiger als alles Olivenöl zusammen... Das Problem ist, dass die deutschen Nasen nicht erkennen, dass kein einziges dieser getesteten Öle korrekt bezeichnet ist. Was heißt "durchschnittlich"? Ein Olivenöl mit kleinen sensorischen Fehlern IST KEIN Extra Vergine! Also nicht "durchschnittlich" oder "weniger zufriedenstellend", sondern schlicht und einfach UNGESETZLICH! Weshalb sind keine wirklich guten Öle dabei? Weshalb werden die Öle nicht nach positiven Inhaltsstoffen, wie Polyphenole und Tocopherol untersucht?
Um trotz sensorischer Inkompetenz etwas zum beliebten Thema Öl verbreiten zu können, flüchtet man sich in die Schadstoffe. Damit kriegt man zwar einen mehr oder weniger spannenden Artikel aufs Papier, der aber leider am Hauptthema vorbeigeht!
Weshalb wird die "Gefährlichkeit" ("es wurden keine Grenzwerte überschritten"!) der Schadstoffbelastung von Olivenölen nicht mit der anderer Lebensmittel in Relation gebracht? Was soll der Leser mit diesen Weichmachern anfangen, wenn er nicht erfährt, wie sehr und ob sie seiner Gesundheit schaden?
Schadstofffreiheit und die Absenz einer Wärmebehandlung scheinen für die deutschen Tester die höchsten Qualitäten des Olivenöls zu sein. Sie ignorieren, dass dies nur die wesentlichsten Grundvoraussetzungen sind und ein "zufriedenstellendes" Extra Vergine sehr viel höhere Voraussetzungen erfüllen muss. Warum blicken diese Leute denn nicht mal ins Gesetzbuch?
Und dann auch hier am Schluss des Artikels der dümmlich-populistische Satz: "Er muss nicht zu teuren Produkten greifen, um gute Qualität zu erhalten." ma vai a f... (hoppla, mi scusi...)
Es ist zum Verzweifeln: Warum schreiben alle über Olivenöl ohne irgendetwas begriffen zu haben?
Und wissen Sie, wer hinter dem ganzen steht? Der Dieter Oberg, selbsternannter deutscher Ölpapst, dem meines Wissens wirklich gutes Extra Vergine ein Greuel ist (sonst würde er ja nicht immer Discount- Öle testen). Immerhin habe ich ihn mal ganz persönlich zum Teufel geschickt. Deshalb kann ich trotz allem gut schlafen.
molto cordialmente und: ja, danke, sonst gehts mir gut!
Ihr Balduccio
PS. das schicke ich auch Merum, ich hoffe, die schreiben was darüber... Und hier kann man ECHTES Extra Vergine online bestellen: http://www.donna-roberta.at Der Shop wird von einem Kollegen von mir betrieben, die Selektion der Öle erfolgt nach höchsten Qualitätsansprüchen und den Infos aus Merum.
Wer sich meiner 1-2xjährlich getätigten Bio Extra Vergine Olivenöl-Sammelbestellung (aus Süditalien) anschliessen will, schickt mir bitte ein Mail an ehschowissen wurli AT wurli dot com!